2013/06/13

Will Grayson, Will Grayson von John Green und David Levithan


Yay, ich habe gestern mein erstes richtiges Englisches Buch beendet.Natürlich hab ich in der Schulzeit damals auch schon ein Englisches Buch gelesen gehabt, aber das zähle ich nicht, da es ja nur sehr sehr wenige Seiten hatte und i.wie auch nur de dämliche Schullektüre war (die war wirklich dämlich...). 
Um so mehr bin ich jetzt stolz auf mich das ich es geschafft habe dieses Buch zu lesen und zu verstehen. Ich hatte anfangs etwas angst das ich jedes zweite Wort nachschlagen muss, aber dem war nicht so. Okay am Anfang, auf den ersten 2-3 Seiten musste ich doch ein paar Wörter nachschlagen, da ich doch schon ganz schön raus mit mit dem Englisch. Aber ab dann gings super und ich musste nur noch sehr selten ein Wort nachschlagen. Das meiste hat sich auch immer aus dem Kontext erschlossen. Ich würde also schon sagen das sich das Buch auch für Englisch Anfänger Leser gut eignet. 


Worum geht es: 
Nur wer Liebe wagt, kann Liebe gewinnen

Sie heißen beide Will Grayson, wohnen beide in Chicago, sind beide siebzehn und tragen neben demselben Namen und demselben Alter dasselbe Problem mit sich herum: Aus lauter Angst, das Ding mit der Liebe zu versemmeln, lassen sie sich auf Romantisches gar nicht erst ein. 
Der eine Will zögert seit Wochen, sich selbst das einzugestehen, was für alle anderen offensichtlich ist: dass er nämlich bis über beide Ohren in seine wunderbare Mitschülerin Jane verliebt ist. Der andere Will flüchtet sich lieber in seine dubiose Online-Beziehung zu einem gewissen Isaac, anstatt sich im real life vor seinen Freunden zu outen. Doch alles ändert sich, als Will & Will eines Abends ganz zufällig aufeinandertreffen …
(Klappentext der Deutschen Ausgabe: Will & Will von John Green und David Levithan)

John Green und David Levithan haben mit Will Grayson, Will Grayson ein Meisterwerk der Jugendliteratur geschaffen. Aber von John Green habe ich da gar nichts anderes erwartet. Von David Levithan habe ich vorher noch nie etwas gelesen, geschweige den von Ihm gehört (aber nach diesem Buch habe ich direkt ein weiteres Werk von Ihm auf meine Wunschliste gesetzt). 

Beide Wills sind auf ihre Weise Liebenswert und auch total unterschiedlich. Der eine kann sich einfach nicht eingestehen das er in seine Freundin Jane verliebt ist und der andere kämpft mit seinen psychischen Problemen und seiner Homosexualität, aber nachdem beide Wills aufeinander treffen ist keiner mehr wie vorher. Sie lernen auf ihre Weise mit ihren Problemen um zu gehen, auch wenn nicht alles ganz so einfach ist. Der Lese kann sich ganz einfach mit einen der Wills identifizieren, da jeder schon mal ähnliche Probleme in diesem Alter hatte. Selbst wenn es nicht genau dieselben waren, man kann gut mitfühlen wie sich die Wills fühlen und sich entwickeln. 

Auch die Nebencharaktere bieten ebenfalls viele Identifikationsmöglichkeiten. Die Geschichte strotzt nur so vor interessanten Figuren, denen man anmerkt, dass die Autoren viel Zeit für ihre Entwicklung verwendet haben. Besonders Tiny, der beste Freund eines Will Graysons, ist sehr liebevoll ausgearbeitet und begeistert vom ersten Erscheinen an.

Auch das Thema Homosexualität wird in Will Grayson, Will Grayson aufgegriffen und ausführlich behandelt. Diesbezüglich muss man den Autoren großen Respekt zollen, denn sie setzen sich sehr einfühlsam damit auseinander gänzlich ohne Vorurteile, Schubladendenken oder erhobenen Zeigefinger. Eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass beide Autoren US- Amerikaner sind und in ihrer Heimat Homosexualität immer noch ein umstrittenes Thema ist.

Hier noch zwei meiner lieblings Ausschnitte aus dem Buch. Ein etwas ernsterer und einer wo ich gut gelacht habe:


Chapter four, page 65


Chapter twelve, page 175


Alles in allem ein sehr gelungenes Buch. Ich habe vorher schon zwei weitere Werke von John Green gelesen. Einmal "Eine wie Alaska / looking for Alaska" und "Das Schicksal ist ein mieser Verräter / the fault in our stars". Und ich muss sagen John Green ist einer der besten Jugendbuch Autoren die es geben kann. Seine Werke sind tiefgründig und mitreißend. Jeder kann für sich etwas aus diesen Büchern ziehen. Einfach nur wundervoll. Und definitiv nicht mein letztes Buch von John Green. Und auch von David Levithan steht schon das nächste Buch auf meiner Wunschliste: Every Day. 

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